Fünf genetische Linien beherrschen den Markt und wir essen, was uns die Industrie vorsetzt
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| Gehört zu jeder kleinen Hühnerschar |
Extrem hohe Legeleistung und starker, schneller
Fleischansatz sind die Kriterien für die industrielle Hühnerhaltung aus
der in aller Regel unser Frühstücksei oder unser Grillhendl kommen. Hier
wird nicht eine der noch rund 150 Hühnerrassen eingesetzt, sondern
leistungsstarke Hybridtiere. Ihre Effektivität verdanken sie dem
gezielten Selektieren und Kreuzen von Tieren, heraus kommen die
sogenannten Hybridhühner. Deren genetische Eigenschaften lassen sich
jedoch nicht ohne Weiteres vererben, ihre Nachkommen wären völlig
unterschiedlich. Damit die geforderte Einheitlichkeit garantiert ist,
müssen wirtschaftlich orientierte Betriebe immer neue Tiere bei den
weltweit nur noch sehr wenigen (5 !) Zuchtbetrieben zukaufen. Unser
Frühstücksei, sofern aus industrieller Hühnerhaltung oder eben auch
unser Grillhähnchen, entstammt einer dieser fünf genetischen Linien,
mit all den negativen Eigenschaften, wie z. B. gleich fader - weil
unterschiedsloser Fleischqualität. Dabei haben
Hühner, so wie die unterschiedlichsten Rassen anderer Nutztiere ebenfalls, so viel mehr zu bieten, als Einheitsei und Einheitsfleisch, wie ein Blick in die Rassebeschreihungen auf den Seiten der GEH zeigt.
Hühner, so wie die unterschiedlichsten Rassen anderer Nutztiere ebenfalls, so viel mehr zu bieten, als Einheitsei und Einheitsfleisch, wie ein Blick in die Rassebeschreihungen auf den Seiten der GEH zeigt.
Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)
The Society for the Conservation of Old and Endangered Livestock Breeds (GEH)
Bekannt ist die Rote Liste aus dem Bereich der Wildpflanzen und
Wildtiere. Aber auch im landwirtschaftlichen Umfeld kommt und kam es
bereits zu erheblicher Einengung der genetischen Vielfalt.
Allein in Bayern gab es noch Ende des 19. Jahrhunderts 35
Rinderrassen, heute sind davon nur noch 5 Rassen zu finden. Meist nur
drei bis vier Rassen je Tierart beherrschen den Zuchttiermarkt.
Um auf die Situation des Verlustes auch landwirtschaftlicher
Nutztiere hinzuweisen, gibt die Gesellschaft zur Erhaltung alter und
gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) eine alljährlich
überarbeitet 'Rote Liste der bedrohten Nutztierrassen im
Bundesgebiet' heraus und benennt Kontakpersonen für interessierte
Züchter. Letztendlich verlieren wir nicht nur die betroffenen
Tierrassen, sondern auch die Vielfalt ihrer geschmacklichen
Eigenheiten - schließlich ist z. B. Hühnerei nicht gleich Hühnerei und
Entenfleisch nicht gleich Entenfleisch. Zur Seite der GEH.
Landwirtschaftliche Betriebe leisten aktive Erhaltungsarbeit für gefährdete Nutztierrassen
Inzwischen sind bundesweit 70 Arche-Höfe registriert und es werden gottlob jährlich immer mehr Betriebe, die sich dieser Initiative anschließen.
Was Sie als Verbraucher bzw. Landwirt zu einem möglichst artenreichen Erhalt unserer Nutztiere beitragen können, erfahren Sie auf den Seiten der Arche-Höfe.



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