Freitag, 19. Dezember 2014

Im Teufelskreis der Biomasse-Energie

Helfen Sie mit die Artenvilefalt zu retten - Petition unterzeichnen!


Die Erzeugung von Energie aus Biomasse ist nicht klimaneutral. Wo Energie-Mais angebaut wird, wachsen keine Futterpflanzen mehr. Die fehlende heimische Produktion wird beispielsweise aus Südamerika importiert. Dafür und für den Anbau weiterer Energiepflanzen wie Zuckerrohr, Soja und besonders Ölpalmen werden die Regenwaldressourcen zerstört. Bereits 2012 legte die Nationale Akademie dere Wissenschaften Leopoldina eine Studie vor, die belegt, dass Bioenergie als nachhaltige Energiequelle für Deutschland heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann.

Durch Bioenergie werden aber nicht nur die Anbauflächen für Futterpflanzen reduziert, sondern auch die Biodiversität generell nachhaltig geschädigt. Die Folgen davon sind bereits in
Statistik der Anbauflächen Energiepflanzen 2007 bis 2013 in Deutschland

einem unerträglichen Ausmaß feststellbar: Die Organisation Bird Life International und der European Bird Census Council haben gemeinsam die auf Europas Ackerlandschaften brütenden Vögel gezählt – es waren 300 Millionen weniger als vor 30 Jahren. Der Verlust an Biodiversität wird immer größer. Jetzt soll allein in Deutschland die Fläche für die Energiepflanzen von 2.114.500 ha auf vier Millionen Hektar gesteigert werden. Das hat nur eine verheerende Konsequenz - vorprogrammiertes Artensterben im Namen des Klimaschutzes!


Bezogen auf die Art der Energiepflanzen ist Mais die weltweit unbestrittene Nummer Eins. Mais bedeckt inzwischen mehr Anbaufläche als jedes andere Agrarprodukt. Er ist die "Industriepflanze" des 21. Jahrhunderts, bestens erforscht, von Konzernen äußerst lukrativ vermarktet, perfekt zu verwerten. Mais ist aber auch Grundnahrungsmittel zum Beispiel im Süden Kenias. Hier ist er inzwischen so teuer geworden, das ihn sich die Einheimischen nur noch ganz selten leisten können. Wie ist das möglich, da sich die Turbopflanze Mais doch rasant auf dem Globus ausbreitet?

Kiebitz und Lerche stark rückläufig
Der Maispreis richtet sich nach den Kosten fürs Öl, nach dem Fleischhunger auf dem Globus und den Interessen der Agrarkonzerne. Hinzu kommt: Energiemais wird in der Regel teurer gehandelt als Nahrungsmittel-Mais. Der Markt, der eigentlich die Menschen auf der Welt versorgen sollte, spielt verrückt. Er macht die einen reich und lässt die anderen hungern.

Was meist auch nicht konsequent genug bedacht wird: Die Biogas-Förderung treibt viele Biobauern in den Ruin. Obwohl der Markt für Biolebensmittel boomt, geben in Deutschland pro Jahr 600 Öko-Landwirte auf. Die Subventionen für den Anbau von Energiepflanzen treiben die Preise für Ackerland in die Höhe. Biobauern sind wegen der ohnehin schon etwas höheren Produktionskosten die ersten OPfer, die häufig die Pacht nicht mehr bezahlen können. Und da sich in den letzten Jahren verstärkt große Investmentgesellschaften in landwirtschaftliche Produktionsflächen eingekauft haben, geht inzwischen auch hier unerbittlich Rendite - wohl besser gesagt Gier - vor Vernunft.

Singflug ist typisch für Feldlerchen
Die Organisation „Rettet den Regenwald“ ruft jetzt mit einer Petition dazu auf, dieser Entwicklung gegen zu steuern und hat sich dazu die in Deutschland stark bedrohte Feldlerche zum Symbol der Aktion erkoren.Der Aufruf  „Bitte laßt die Lerchen leben“ richtet einen eindringlichen Appell am Bundeskanzlerin Merkel und Energiesminister Gabriel. Es ist Zeit, heißt es darin, „auf die immer zahlreicher werdenden Warnrufe der Wissenschaftler zu hören. Nicht nur bei uns wird für unseren Energiehunger die Natur zerstört, sondern weltweit. Denn ohne Importe lässt sich schon jetzt der Bedarf an Biomasse nicht decken. Die heimischen Quellen werden überschätzt. Bitte berücksichtigen Sie, dass Biomasse in diesem Mix (Anmerk. d. Red.: Energiemix) nichts zu suchen hat. Denn sie zerstört die Zukunft aller Lebenwesen der Erde.“

Meine Bitte an Sie ist, sich dieser Petition anzuschließen!





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