Vorbereiten auf die „Stunde der Wintervögel“
Es ist ziemlich ruhig geworden in der Natur. Die „stade Zeit“ kann man prima nutzen, auch einmal an sich selbst zu denken. Sich Zeit für die Familie nehmen, zusammen
gemütliche Stunden verbringen, Kinderaugen zum Leuchten bringen - heißt auch einmal weg von der Klotze! Was auch Spaß macht, ist vom Fenster aus die Natur zu beobacchten
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| Kohlmeise |
Da bietet es sich an, sich auf die „Stunde der Wintervögel“ vorzubereiten, die der Landesbund für Vogelschutz vom 9. bis 11. Januar 2015 durchführt. In dieser
Zählaktion sollen Vogel- und Naturfreunde beobachten, mitschreiben und melden, was sie so an Gefiederten in dieser einen Stunde beobachten konnten. Es ist ja keine bestimmte Stunde, zu der das geschehen soll, es darf
auch mehrmals am Tag sein. Melden allerdings soll nur jenes Ergebnis werden, das die meisten Individuen zählt. Jetzt schon die trüben Wintertage (zumindest am 21. Dezember ist offiziell nach dem Kalender Winter!)
nutzen, ein wenig zu beobachten, was sich vor Ihren Fenster, auf dem Balkon, oder im Garten so tummelt. Sich einstimmen und gegebenenfalls in einem schlauen Buch nachschauen, was man da gerade am Meisenknödel hat naschen
sehen.
Mit der Kohlmeise haben sicher die Wenigsten unter Ihnen
Probleme, sie sicher zu erkennen. Die gelblichen Federpartien an Bauch und Brust mit dem schwarzen Mittelstrich sind ein eindeutiges Erkennungsmerkmal. Auch die Kopfzeichnung
mit den schwarzumrandeten, weißen Wangenflecken ist tyisch und unverwechselbar.
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| Tannenmeise |
Ihre kleine Verwandte, die Tannenmeise, ist gleichzeitig auch unsere kleinste bei uns beheimatete Meisenart. Sie besitzt zwar eine sehr ähnliche Zeichnung; was ihr jedoch
fehlt sind neben der Körpergröße und das leuchtende Gelb. Bei ihr hat es nur für ein mehr oder weniger schmutziges „Weiß“ mit einem Anflug von Beige an Brust und Unterbürzel gereicht. Typisch
für die Tannenmeise ist ihr weißer Nackenfleck. Auch ist sie in ihren Bewegungen agiler als unsere größte Meisenart.
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| Streithähne: Blaumeise (li), Rotkehlchen |
Ein typischer Gartenvogel wäre noch die Blaumeise, die wegen ihrer ansprechenden Gefiederfarben wohl die auffälligste und schönste unserer Meisen ist. In Großstädten
ist sie eher selten und meist nur in der unmittelbaren Nähe von großen Schrebergarten-Anlagen anzutreffen. Sie meidet das Gedränge am Futterplatz; fliegt das Futterhäuschen an, pickt ein Korn heraus und
ist gleich wieder weg. Auch an den „Meisenknödeln“ hält sie sich nicht lange auf. Als Beobacchter muß man also schon ein wenig fix sein, um alle Futtergäste auch zu sehen. Wegen ihres auffälligen
Federkleides ist die Blaumeise dafür schon mit einem flüchtigen Blick sicher anzusprechen
Mit Sumpf- und Nonnenmeise werden Stadtmenschen wohl eher weniger in Berührung kommen. Beide Meisenarten sind äußerlich nur sehr schwer zu unterscheiden. Im Grunde
gelingt das nur, wenn man beide Individuen in der Hand hat und die Gefiederpartien deutlich erkennen kann. Stimmlich hingegen sind deutliche Unterschiede vorhanden, doch dazu bei anderer Gelegenheit einmal mehr.
Richten wir unser Augenmerk auf eine Vogelart, die nahezu von allen falsch angesprochen wird und in der Schar von Spatzen, bei denen sie meist mitfliegt, nicht besonders auffällt.
Das „Bleikehlchen“, wie die Heckenbraunelle im Volksmund zutreffend genannt wird, zeigt allerdings ein so typisch anderes Verhalten, daß es für Liebhaber keine großen Probleme bereitet, es sicher zu erkennen.
Man muß nur wissen, worauf es ankommt. Die bleigraue Kehle und Brust ist typisch, hat ihr auch das Synonym eingetragen. Ein sicheres Erkennungsmerkmal
der Heckenbraunelle ist ihr Schnabel - fein und spitz, ganz im Gegensatz
zu den kräftigen kegelförmigen Schnäbeln der Spatzen. Deutliche Unterschiede sind auch in den Bewegungsabläufen zwischen Sperlingen und der Heckenbraunelle zu erkennen, die sich ruckartig hüpfend fortbewegt.
Fliegt sie auf, bleibt sie meist flach über dem Boden und verschwindet in Bodennähe unter Büschen und Sträuchern. Am liebsten bewegt sie sich auch nicht besonders weit von dieser bevorzugten Deckung weg.
Ihr Flügelschlag erinnert ein wenig an den des Rotkehlchens.
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| Heckenbraunelle od. Bleikehlchen |
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| Rotkehlchen |
Und da wäre ich auch schon bei einem der auffälligsten Federbälle aus der Vogelfamilie, die wir um diese Jahreszeit antreffen. Oberseite helles braun; Stirn, Kehle, Brust orangerot und weißer Bauch. Unverwechselbar auch die groß erscheinenden dunklen Knopfaugen.
Wenn Sie jetzt durch Parks gehen, entland von Feldhecken oder an Waldrän dern unterwegs sind, wird Ihnen gelegentlich ein etwas schwermütiger, perlender Gesang auffallen. Den Sänger werden Sie nur seltenst zu sehen bekommen, aber seien Sie versichert, sie haben es mit einem Rotkehlchen zu tun. Die sind jetzt unterwegs und sichern ihren Reviere, melden die Besitzansprüche an.
Natürlich sind das nicht alle Vogelarten, die Sie um diese Jahreszeit rund um Ihr Haus beobacchten können. Machen Sie daher bei der "Stunde der Wintervögel" im Januar mit und helfen Sie so, wertvolle Hinweise auf Häufigkeit und Verbreitung der einzelen Arten zu sammeln. Der Landsbund für Vogelschutz, der die "Volkszählung" im Reich der Gefiederten zweimal im Jahr organisiert, bietet weitere Informationen auf seiner Webseite. Dort können Sie sich für die Aktion auch anmelden, alle wichtigen Infos einsehen und an einer Verlosung teilnehmen.
Fotos: Tannenmeise, Marek Szczepanek (Wikipedia);





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